PE-22-28 in der Schweiz kaufen – Forschungspeptid für die Neurobiologie
PE-22-28 in der Schweiz kaufen, ein synthetisches Heptapeptid mit der Aminosäuresequenz Gly-Val-Ser-Trp-Gly-Leu-Arg (GVSWGLR). Das kurze Peptid wurde aus dem C-terminalen Bereich von Spadin entwickelt und gehört zu einer Forschungsgruppe von Molekülen, die den TREK-1-Kaliumkanal untersuchen.
Das wissenschaftliche Interesse an PE-22-28 entstand durch Untersuchungen zu Spadin, einem aus dem Sortilin-Propeptid abgeleiteten Peptid. Forscher verkürzten die ursprüngliche Struktur schrittweise, um ein kleineres Fragment mit vergleichbarer biologischer Aktivität zu identifizieren. Dabei wurde PE-22-28 als besonders interessantes Fragment charakterisiert.
In Zelluntersuchungen wurde eine starke Hemmung des humanen TREK-1-Kanals beobachtet. Darüber hinaus untersuchten präklinische Studien PE-22-28 in Tiermodellen mit Blick auf Verhalten, Neurogenese und synaptische Veränderungen.
Die Forschung befindet sich allerdings weiterhin auf einem frühen Entwicklungsstand. Insbesondere sollten Ergebnisse aus Zell- und Tiermodellen nicht mit einer klinisch nachgewiesenen Wirkung beim Menschen gleichgesetzt werden.
Was ist PE-22-28?
PE-22-28 ist ein lineares Heptapeptid aus sieben Aminosäuren. Die Sequenz lautet Gly-Val-Ser-Trp-Gly-Leu-Arg, häufig abgekürzt als GVSWGLR.
Das Molekül wurde im Rahmen der Forschung an Spadin entwickelt. Spadin entspricht einem längeren Peptidfragment, das aus dem Propeptid von Sortilin abgeleitet wurde. Durch gezielte Verkürzung konnten Forscher kleinere Strukturen identifizieren, die weiterhin mit TREK-1 interagieren.
PE-22-28 ist dabei besonders interessant, weil die verkürzte Struktur in den ursprünglichen Untersuchungen eine höhere Affinität und Selektivität für TREK-1 zeigte als das Ausgangspeptid Spadin.
Für die analytische Forschung ist die eindeutige Identifikation des Moleküls entscheidend. Neben der Bezeichnung PE-22-28 kann deshalb auch die Sequenz GVSWGLR zur Literatur- und Produktrecherche verwendet werden.
PE-22-28 und TREK-1
Der TREK-1-Kanal, auch als KCNK2 bezeichnet, gehört zur Familie der Zwei-Poren-Kaliumkanäle. Diese Kanäle tragen zur Regulation des Membranpotenzials und der elektrischen Erregbarkeit von Nervenzellen bei.
PE-22-28 wurde speziell aufgrund seiner Interaktion mit diesem Kanal untersucht. In Patch-Clamp-Experimenten mit humanem TREK-1 zeigte das Peptid eine starke Hemmung der Kanalaktivität. Die publizierte Studie berichtete für PE-22-28 einen IC50-Wert von etwa 0,12 nM unter den verwendeten experimentellen Bedingungen.
Zum Vergleich wurde für das längere Spadin-Peptid unter denselben Bedingungen eine deutlich geringere Aktivität berichtet. Diese Beobachtung war ein wichtiger Grund für die weitere Untersuchung des kürzeren Fragments.
Die TREK-1-Interaktion macht PE-22-28 zu einem interessanten Werkzeug für die Untersuchung neuronaler Erregbarkeit und kaliumabhängiger Signalübertragung.
PE-22-28 und neuronale Signalübertragung
Kaliumkanäle spielen eine zentrale Rolle bei der elektrischen Aktivität von Nervenzellen. Sie beeinflussen unter anderem das Membranpotenzial und damit die Reaktion eines Neurons auf eingehende Signale.
Eine Veränderung der TREK-1-Aktivität kann deshalb die Eigenschaften neuronaler Netzwerke beeinflussen. Genau diese Beziehung macht TREK-1 zu einem interessanten Ziel in der neurobiologischen Forschung.
PE-22-28 bietet dabei ein experimentelles Werkzeug, mit dem die Folgen einer gezielten TREK-1-Hemmung untersucht werden können. Die publizierten Experimente verwendeten unter anderem elektrophysiologische Messungen, um die Kanalaktivität direkt zu analysieren.
Allerdings ist die neuronale Signalübertragung wesentlich komplexer als die Aktivität eines einzelnen Kaliumkanals. Deshalb müssen mögliche Auswirkungen immer im Kontext des jeweiligen experimentellen Modells betrachtet werden.
PE-22-28 und Spadin
PE-22-28 steht in engem Zusammenhang mit Spadin. Das längere Peptid wurde ursprünglich als endogenes Peptid beschrieben, das den TREK-1-Kanal blockieren kann.
Da Spadin unter experimentellen Bedingungen relativ schnell abgebaut wurde, suchten Forscher nach verkürzten Analoga mit verbesserter Stabilität. Durch die Analyse von Spadin-Abbauprodukten entstand schliesslich PE-22-28 als sieben Aminosäuren umfassendes Fragment.
Die Verkürzung war dabei nicht nur eine strukturelle Vereinfachung. In den veröffentlichten Experimenten zeigte PE-22-28 sogar eine stärkere TREK-1-Hemmung als das ursprüngliche Spadin.
Diese Eigenschaften machten das Molekül zu einem interessanten Kandidaten für weitere präklinische Untersuchungen.
PE-22-28 und Neuroplastizität
Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Nervensystems, seine Strukturen und Funktionen als Reaktion auf Erfahrungen oder Veränderungen anzupassen. Dazu gehören unter anderem Veränderungen synaptischer Verbindungen.
Die ursprüngliche PE-22-28-Studie untersuchte deshalb nicht nur die TREK-1-Hemmung. Zusätzlich wurden Auswirkungen auf neurobiologische Prozesse in Tier- und Zellmodellen analysiert.
Bei Mäusen wurden unter den untersuchten Bedingungen Veränderungen in Verhaltensmodellen beobachtet. Gleichzeitig berichteten die Forscher eine Induktion von Neurogenese nach einer mehrtägigen Behandlung mit PE-22-28 beziehungsweise bestimmten Analoga.
Diese Befunde sind für die Grundlagenforschung interessant. Sie stellen jedoch keinen Nachweis dar, dass PE-22-28 beim Menschen eine vergleichbare neuroplastische Wirkung hervorruft.
PE-22-28 und Neurogenese
Neurogenese bezeichnet die Bildung neuer Nervenzellen. Bei erwachsenen Säugetieren ist die Neurogenese auf bestimmte Regionen und Entwicklungsbedingungen beschränkt und wird von zahlreichen Faktoren reguliert.
In der zentralen PE-22-28-Publikation wurde untersucht, ob das Peptid unter den verwendeten experimentellen Bedingungen neurogene Prozesse beeinflussen kann. Die Autoren berichteten nach vier Tagen Behandlung eine erhöhte Neurogenese in den untersuchten Tiermodellen.
Besonders interessant war dabei die Untersuchung verschiedener PE-22-28-Derivate. Einige modifizierte Varianten zeigten in den verwendeten Experimenten stärkere Effekte als das ursprüngliche Peptid.
Solche Ergebnisse können für die Entwicklung neuer Forschungswerkzeuge relevant sein. Gleichzeitig bleibt offen, in welchem Umfang diese Mechanismen auf menschliches Nervengewebe übertragbar sind.
PE-22-28 und Synaptogenese
Synaptogenese beschreibt die Bildung neuer synaptischer Verbindungen zwischen Nervenzellen. Dieser Prozess ist ein wichtiger Bestandteil der neuronalen Entwicklung und Plastizität.
Forscher untersuchten PE-22-28 deshalb auch in primären kortikalen Neuronen. Dabei wurde unter den experimentellen Bedingungen eine erhöhte Expression von PSD-95 beobachtet. PSD-95 ist ein wichtiges postsynaptisches Protein und wird häufig als Marker für synaptische Strukturen verwendet.
Die beobachtete Veränderung liefert einen möglichen Hinweis auf eine Beeinflussung synaptischer Prozesse. Dennoch bedeutet eine Veränderung eines einzelnen Markers nicht automatisch eine funktionelle Verbesserung der neuronalen Kommunikation.
PE-22-28 und präklinische Depressionsforschung
Ein wesentlicher Teil des Interesses an PE-22-28 stammt aus der Forschung zu depressionsbezogenen Verhaltensmodellen.
In der ursprünglichen Studie wurden verschiedene Tiermodelle eingesetzt. Dazu gehörten unter anderem der Forced-Swimming-Test und der Novelty-Suppressed-Feeding-Test.
Die Forscher berichteten eine Verringerung der Immobilitätszeit im Forced-Swimming-Test sowie eine kürzere Latenz bis zur Nahrungsaufnahme im Novelty-Suppressed-Feeding-Test nach der untersuchten Behandlung.
Solche Tests werden in der präklinischen Forschung verwendet, um bestimmte Aspekte depressionsbezogenen Verhaltens zu untersuchen. Sie sind jedoch keine direkten Modelle einer menschlichen Depression.
Deshalb sollten die Ergebnisse als präklinische Hinweise und nicht als Nachweis einer antidepressiven Wirkung beim Menschen verstanden werden.
PE-22-28 und Forschungsdauer
Ein weiterer interessanter Aspekt der ursprünglichen Untersuchung war die Dauer der beobachteten Aktivität.
Die Autoren verglichen PE-22-28 mit Spadin und berichteten eine deutlich längere Wirkdauer im verwendeten Tiermodell. Während die Aktivität von Spadin nach ungefähr sieben Stunden nicht mehr nachweisbar war, wurde für PE-22-28 und bestimmte Analoga eine Aktivitätsdauer von bis zu etwa 23 Stunden beschrieben.
Diese Beobachtung war ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung verkürzter Spadin-Analoga.
Die genannte Zeitspanne stammt allerdings aus einem präklinischen Modell. Sie sollte deshalb nicht als pharmakokinetische Halbwertszeit oder als Dosierungsempfehlung für Menschen interpretiert werden.
PE-22-28 für die wissenschaftliche Forschung
PE-22-28 eignet sich aufgrund seiner klar definierten Sequenz besonders für experimentelle Arbeiten zur Peptidchemie und Neurobiologie.
Bei einem Forschungsprodukt sind deshalb eine eindeutige Identifikation, Chargendokumentation und analytische Qualitätskontrolle besonders relevant.
Für die Charakterisierung können beispielsweise HPLC- und Massenspektrometrie-Daten verwendet werden. Bei PE-22-28 sollte ausserdem darauf geachtet werden, zwischen dem freien Peptid und möglichen Salzformen wie Acetat zu unterscheiden.
Ein kommerzielles Forschungsprodukt wird beispielsweise als PE-22-28 Acetat mit der Sequenz GVSWGLR-OH und einer angegebenen Reinheit von mindestens 98 % angeboten.
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Für zusätzliche wissenschaftliche Produkte und Laborbedarf kannst du ausserdem Forschungslösungen & Zubehör besuchen.
PE-22-28 in der Schweiz kaufen
Wer PE-22-28 in der Schweiz kaufen möchte, sollte bei einem Forschungspeptid vor allem auf eine eindeutige chemische Identifikation und nachvollziehbare Qualitätsinformationen achten.
Für die Literaturrecherche sind sowohl die Bezeichnung PE-22-28 als auch die Sequenz GVSWGLR hilfreich. Dadurch lässt sich das Molekül besser von anderen kurzen Peptiden unterscheiden.
Darüber hinaus können Informationen zur Reinheit, Charge und analytischen Charakterisierung die wissenschaftliche Dokumentation unterstützen.
PE-22-28 ist insbesondere für Forschungsarbeiten zu TREK-1, neuronaler Erregbarkeit, Neuroplastizität und synaptischen Prozessen interessant.
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Ergänzenden Laborbedarf findest du unter Forschungslösungen & Zubehör.
PE-22-28 und Neuroplastizität
Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Nervensystems, seine Strukturen und Funktionen an veränderte Bedingungen anzupassen. Dazu gehören unter anderem Veränderungen von Synapsen, neuronalen Netzwerken und der Bildung neuer Nervenzellen.
PE-22-28 wurde in präklinischen Untersuchungen genau in diesem Zusammenhang untersucht. Die zentrale Forschungsarbeit berichtete, dass PE-22-28 und verwandte Spadin-Analoga nach einer viertägigen Behandlung in Mäusen eine erhöhte Neurogenese zeigten. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Darüber hinaus wurden Veränderungen synaptischer Prozesse in kultivierten kortikalen Neuronen untersucht. Die Forscher verwendeten dabei unter anderem PSD-95 als Marker für synaptische Strukturen. PE-22-28 und seine Analoga erhöhten unter den experimentellen Bedingungen die PSD-95-Expression. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5601071/))
Diese Ergebnisse machen PE-22-28 zu einem interessanten Forschungswerkzeug für die Untersuchung von Neuroplastizität und synaptischer Anpassung. Allerdings stammen diese Daten aus präklinischen Modellen und erlauben keine Aussage über eine entsprechende Wirkung beim Menschen.
PE-22-28 und Synaptogenese
Synaptogenese bezeichnet die Bildung neuer Verbindungen zwischen Nervenzellen. Dieser Prozess ist für die Entwicklung und Anpassungsfähigkeit neuronaler Netzwerke von zentraler Bedeutung.
In der veröffentlichten PE-22-28-Forschung wurde die Synaptogenese anhand von Veränderungen des synaptischen Proteins PSD-95 untersucht. Nach der Behandlung von Maus-Kortikalneuronen mit PE-22-28 wurde eine erhöhte PSD-95-Expression festgestellt. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Interessanterweise wurden ähnliche Veränderungen auch bei bestimmten modifizierten PE-22-28-Analoga beobachtet. Dadurch entstand ein Forschungsansatz, bei dem nicht nur das ursprüngliche Peptid, sondern auch strukturell veränderte Varianten miteinander verglichen werden.
Eine erhöhte Expression eines synaptischen Markers sollte jedoch nicht automatisch als Nachweis einer verbesserten kognitiven Funktion interpretiert werden. Für eine solche Schlussfolgerung wären zusätzliche funktionelle Untersuchungen erforderlich.
PE-22-28 und TREK-1-Kanal
Der TREK-1-Kanal, auch KCNK2 genannt, gehört zu den Zwei-Poren-Kaliumkanälen. Er trägt zur Regulierung des Membranpotenzials und damit zur elektrischen Aktivität von Nervenzellen bei.
Die Entwicklung von PE-22-28 geht direkt auf die Untersuchung dieses Kanals zurück. Forscher analysierten zunächst das längere Peptid Spadin und anschliessend verschiedene verkürzte Fragmente. Dabei erwies sich PE-22-28 als besonders aktiver TREK-1-Inhibitor. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
In elektrophysiologischen Untersuchungen zeigte PE-22-28 eine starke Hemmung des humanen TREK-1-Kanals. Der veröffentlichte IC50-Wert lag unter den verwendeten Bedingungen bei ungefähr 0,12 nM. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Damit bietet das Peptid einen interessanten Ansatz für Experimente zur Untersuchung kaliumabhängiger neuronaler Signalübertragung.
PE-22-28 und Spadin
PE-22-28 wurde aus der Forschung an Spadin entwickelt. Spadin ist ein Peptidfragment, das aus dem Propeptid von Sortilin abgeleitet wurde und als endogener TREK-1-Inhibitor untersucht wurde.
Die ursprüngliche Forschung zeigte, dass Spadin zwar eine starke TREK-1-Hemmung aufweist, jedoch relativ schnell abgebaut werden kann. Deshalb untersuchten die Forscher verschiedene kürzere Fragmente.
Durch diese systematische Verkürzung wurde PE-22-28 als sieben Aminosäuren umfassendes Fragment identifiziert. Die Sequenz lautet Gly-Val-Ser-Trp-Gly-Leu-Arg beziehungsweise GVSWGLR. ([caymanchem.com](https://www.caymanchem.com/product/39986/pe-22-28-acetate))
Die verkürzte Struktur ist deshalb nicht lediglich eine kleinere Variante von Spadin. Vielmehr wurde sie gezielt hinsichtlich Aktivität und Stabilität untersucht.
PE-22-28 und Stabilität
Die Stabilität eines Peptids beeinflusst, wie lange es unter bestimmten experimentellen Bedingungen verfügbar bleibt. Bei der Entwicklung von PE-22-28 spielte dieser Aspekt eine wichtige Rolle.
Die zentrale präklinische Studie verglich die Wirkungsdauer von PE-22-28 und verschiedenen Spadin-Analoga mit dem ursprünglichen Spadin. Dabei wurde für PE-22-28 und bestimmte Analoga eine deutlich längere Wirkungsdauer beschrieben. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Die Autoren berichteten eine Aktivitätsdauer von bis zu etwa 23 Stunden für bestimmte Analoga, während die Wirkung von Spadin unter den untersuchten Bedingungen nach ungefähr sieben Stunden nicht mehr nachweisbar war.
Diese Werte stammen aus präklinischen Untersuchungen. Sie dürfen daher nicht als menschliche Halbwertszeit oder als Grundlage für ein Anwendungsschema verwendet werden.
PE-22-28 und Verhaltensforschung
Ein weiterer Schwerpunkt der ursprünglichen Forschung lag auf Verhaltensmodellen bei Mäusen. Dabei wurden mehrere etablierte präklinische Tests verwendet.
Im Forced-Swimming-Test wurde die Immobilitätszeit untersucht. Zusätzlich kam der Novelty-Suppressed-Feeding-Test zum Einsatz, bei dem unter anderem die Zeit bis zur Nahrungsaufnahme gemessen wird.
Nach der Behandlung mit PE-22-28 wurden in diesen Modellen Veränderungen der untersuchten Verhaltensparameter beobachtet. Die Autoren interpretierten diese Ergebnisse als Hinweise auf antidepressivähnliche Eigenschaften in den verwendeten Tiermodellen. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Wichtig ist jedoch die wissenschaftliche Einordnung: Ein Verhaltenstest bei Mäusen ist kein direkter Test auf eine Depression beim Menschen. Deshalb können solche Ergebnisse nicht als klinischer Wirksamkeitsnachweis verstanden werden.
PE-22-28 und Neurogenese
Die Bildung neuer Nervenzellen ist ein komplexer biologischer Prozess. Dabei spielen Stamm- und Vorläuferzellen, Wachstumsfaktoren und verschiedene Signalwege zusammen.
In der PE-22-28-Forschung wurde die Neurogenese anhand von BrdU-positiven Zellen im Hippocampus untersucht. Nach einer viertägigen Behandlung mit PE-22-28 und bestimmten Analoga berichteten die Forscher eine erhöhte Anzahl entsprechender Zellen. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Besonders ausgeprägt war der Effekt in den Untersuchungen mit dem modifizierten G/A-PE-22-28-Analog. Damit entstand ein weiterer Forschungsansatz zur Beziehung zwischen TREK-1-Hemmung, Neurogenese und Verhalten.
Ob diese Mechanismen beim Menschen in vergleichbarer Weise auftreten, ist derzeit nicht ausreichend untersucht.
PE-22-28 und neuronale Marker
Biologische Marker ermöglichen es Forschern, Veränderungen innerhalb von Nervenzellen und neuronalen Netzwerken messbar zu machen. Bei PE-22-28 wurde unter anderem PSD-95 als Marker für synaptische Veränderungen eingesetzt.
Die beobachtete Zunahme von PSD-95 nach der Behandlung von Maus-Kortikalneuronen liefert Hinweise auf eine mögliche Veränderung synaptischer Strukturen. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5601071/))
Solche Marker sind für die Grundlagenforschung wertvoll. Allerdings muss zwischen einer molekularen Veränderung und einer funktionellen Verbesserung unterschieden werden.
Weitere elektrophysiologische und verhaltensbezogene Untersuchungen wären deshalb notwendig, um die biologische Bedeutung dieser Veränderungen vollständig zu verstehen.
PE-22-28 und Neurobiologie
Die Kombination aus TREK-1-Hemmung, Neurogenese und Veränderungen synaptischer Marker macht PE-22-28 zu einem interessanten Molekül für die Neurobiologie.
Forscher können das Peptid beispielsweise einsetzen, um die Beziehung zwischen Kaliumkanalaktivität und neuronaler Plastizität zu untersuchen.
Darüber hinaus ermöglicht die klar definierte Heptapeptidstruktur einen Vergleich mit Spadin und anderen verkürzten oder modifizierten Analoga.
Gerade dieser Vergleich kann helfen, strukturelle Eigenschaften mit biologischer Aktivität in Verbindung zu bringen.
PE-22-28 und Forschungsanaloga
Die Forschung zu PE-22-28 umfasst nicht nur das ursprüngliche Heptapeptid. In der zentralen Publikation wurden auch verschiedene modifizierte Analoga untersucht.
Dazu gehörten unter anderem G/A-PE-22-28 und biotinylierte Varianten. Durch solche Modifikationen konnten die Forscher untersuchen, wie strukturelle Veränderungen die TREK-1-Aktivität, Stabilität und biologische Wirkung beeinflussen. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Dieser Ansatz ist besonders für die Wirkstoffforschung interessant, weil kleine Veränderungen an einer Peptidsequenz die pharmakologischen Eigenschaften deutlich verändern können.
PE-22-28 für die Laborforschung
PE-22-28 ist aufgrund seiner kurzen und definierten Sequenz gut für strukturbiologische und neurobiologische Forschungsansätze geeignet.
Bei einem Forschungsprodukt sollten deshalb insbesondere Sequenz, Reinheit, Molekülform und Chargeninformationen dokumentiert werden.
Ein kommerziell erhältliches PE-22-28-Acetat wird beispielsweise mit der Sequenz GVSWGLR-OH und einer Reinheit von mindestens 98 % beschrieben. ([caymanchem.com](https://www.caymanchem.com/product/39986/pe-22-28-acetate))
Für analytische Arbeiten können HPLC und Massenspektrometrie zusätzliche Informationen zur Identität und Reinheit liefern. Eine saubere Chargendokumentation unterstützt ausserdem die Reproduzierbarkeit von Experimenten.
Häufige Fragen zu PE-22-28
Was ist PE-22-28?
PE-22-28 ist ein synthetisches Heptapeptid mit der Sequenz Gly-Val-Ser-Trp-Gly-Leu-Arg (GVSWGLR). Es wurde als verkürztes Analog des Peptids Spadin entwickelt und insbesondere hinsichtlich seiner TREK-1-Aktivität untersucht. ([caymanchem.com](https://www.caymanchem.com/product/39986/pe-22-28-acetate))
Was ist der wichtigste Forschungsmechanismus von PE-22-28?
Der wichtigste untersuchte Mechanismus ist die Hemmung des TREK-1-Kaliumkanals. Dieser Kanal ist an der Regulation der elektrischen Eigenschaften von Nervenzellen beteiligt. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Wurde PE-22-28 bei Neurogenese untersucht?
Ja. In einer präklinischen Studie wurde nach einer viertägigen Behandlung eine erhöhte Neurogenese in Mäusen beobachtet. Die Untersuchung verwendete unter anderem BrdU-positive Zellen zur Bewertung neurogener Prozesse. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Wurde PE-22-28 bei Synaptogenese untersucht?
Ja. In kultivierten Maus-Kortikalneuronen wurde eine erhöhte PSD-95-Expression beobachtet. Die Forscher verwendeten diese Veränderung als Marker für synaptogene Prozesse. ([pmc.ncbi.nlm.nih.gov](https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5601071/))
Gibt es klinische Studien mit PE-22-28?
Die zentrale veröffentlichte Forschungsarbeit beschreibt präklinische Zell- und Mausmodelle. Daraus lässt sich derzeit kein klinischer Wirksamkeitsnachweis beim Menschen ableiten. Besonders die dort untersuchten depressionsbezogenen Effekte stammen aus Tiermodellen. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Ist PE-22-28 dasselbe wie Spadin?
Nein. PE-22-28 ist ein kürzeres Peptidfragment, das aus der Forschung an Spadin hervorgegangen ist. Es besitzt eine eigene sieben Aminosäuren umfassende Sequenz und wurde aufgrund seiner TREK-1-Aktivität und verbesserten Stabilität weiter untersucht. ([pubmed.ncbi.nlm.nih.gov](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28955242/))
Welche Sequenz besitzt PE-22-28?
Die Sequenz von PE-22-28 lautet Gly-Val-Ser-Trp-Gly-Leu-Arg beziehungsweise GVSWGLR. Bei einer Acetatform wird das Produkt entsprechend als PE-22-28 Acetat bezeichnet. caymanchem.com
Wissenschaftliche Quellen zu PE-22-28
Die wichtigste veröffentlichte Studie zu PE-22-28 untersucht TREK-1-Hemmung, Stabilität, Neurogenese, Synaptogenese und Verhalten in präklinischen Modellen. PubMed – Shortened Spadin Analogs
Der vollständige wissenschaftliche Artikel ist über PubMed Central – PE-22-28 Forschung verfügbar.
Für analytische Produktinformationen zu PE-22-28 Acetat können zusätzlich die technischen Angaben von Cayman Chemical herangezogen werden. Dort werden unter anderem die Sequenz GVSWGLR-OH und eine Reinheit von mindestens 98 % angegeben. [caymanchem.com
Weitere Produkte für die kognitive Forschung
Weitere Forschungsprodukte rund um neuronale Signalwege, Kognition und Neurobiologie findest du unter Kognitive & Nootropische Peptide.
Für zusätzliche wissenschaftliche Produkte und Laborbedarf kannst du ausserdem Forschungslösungen & Zubehör besuchen.
Wichtiger Forschungshinweis
Ausschliesslich für wissenschaftliche Forschungszwecke. PE-22-28 wird auf dieser Produktseite als Forschungspeptid beschrieben und ist nicht zur Selbstanwendung, Diagnose, Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt.
Die derzeit besonders relevante Literatur zu PE-22-28 basiert auf präklinischen Untersuchungen. Dazu gehören elektrophysiologische Experimente, Zellkulturen und Mausmodelle. Die publizierten Ergebnisse zu TREK-1, Neurogenese, Synaptogenese und depressionsbezogenem Verhalten sind deshalb entsprechend als präklinische Forschungsergebnisse einzuordnen. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
Insbesondere die in Tiermodellen beobachteten Verhaltensveränderungen stellen keinen Nachweis einer antidepressiven Wirkung beim Menschen dar. Ebenso lassen sich die dort untersuchten Konzentrationen und experimentellen Behandlungsbedingungen nicht als Anwendungsempfehlungen übertragen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der wissenschaftlichen Einordnung und stellen keine medizinische Beratung oder Anwendungsempfehlung dar.



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